Torgau: Zurück an die Elbe, zurück zur Ruhe
Nach dem ungeplanten Abbruch in Riesa führte uns die Elbe-Tour weiter nach Torgau. Wir schauten uns zunächst eine innenstadtnahe Parkmöglichkeit an, die aus unserer Sicht eher den Charakter eines Pkw-Parkplatzes hatte. Für eine Wohnmobilübernachtung überzeugte sie uns nicht. Deshalb ging es weiter zum Stellplatz an der Elbe.
Auf dem von uns genutzten Stellplatz 2 standen wir deutlich angenehmer. Das Wasser war nah, die Umgebung wirkte bei unserem Besuch ruhig und die Altstadt ließ sich gut zu Fuß erreichen. Solche Standorte mögen einfach sein, erfüllen aber genau das, was wir bei einem kurzen Wohnmobilstopp oft suchen: einen ausgewiesenen Platz, von dem man etwas unternehmen kann.
5,10 Euro über Parkster: Einfach, aber ohne Versorgung
Für unseren Aufenthalt zahlten wir 5,10 Euro über die Parkster-App. Es gab auf diesem Platz nach unseren damaligen Beobachtungen keine Ver- und Entsorgungsstation. Für uns war das kein Problem, weil wir unsere Versorgung entlang der Reise ohnehin im Blick behalten. Wer mehrere Tage steht oder die Tanks füllen beziehungsweise leeren muss, sollte dafür eine separate Station einplanen.
Ein praktischer Punkt war die Neigung einzelner Stellflächen. Wie schon in Meißen können hier Auffahrkeile sinnvoll sein. Wer im Wohnmobil kocht oder schläft, merkt schnell, ob das Fahrzeug schief steht. Das ist keine große Sache, solange man es vorher weiß.
Ein Stadtbesuch gehört dazu
Torgau hat neben dem Stellplatz an der Elbe eine historisch interessante Altstadt. Der Ort ist unter anderem mit dem Zusammentreffen amerikanischer und sowjetischer Soldaten an der Elbe im April 1945 verbunden. Für uns war die fußläufige Verbindung zur Stadt ein echtes Plus. Man kann das Wohnmobil stehen lassen und die Gegend ohne weitere Fahrt erkunden.
Unser Fazit zu Torgau
Torgau gehörte bei dieser Tour zu den unkomplizierten, günstigen Stopps. Der Preis von 5,10 Euro war beim Besuch niedrig, die Lage am Wasser gefiel uns, und auch die Ruhe war ein Argument. Dafür muss man auf Versorgung am Platz verzichten und sich gegebenenfalls mit schrägen Flächen arrangieren. Für autarkes Stehen und einen Stadtbesuch fanden wir das Angebot stimmig. Gebühren und Parkregeln können sich ändern, also bitte vor Anreise neu prüfen.
